Millers: Wohnzimmer und Wunderkammer

Millers: Wohnzimmer und Wunderkammer

Ein neues Team sorgt im ehemaligen «Miller’s Studio» in Zürich-Tiefenbrunnen für frischen Wind – mit einem unkonventionellen Angebot in neuer Gemütlichkeit.   

Als «Kaleidoskop des Komischen» lockt das Millers neu in die Mühle Tiefenbrunnen – die Macher versprechen: «Jede unserer Kategorien und jede Künstlerin und jeder Künstler, jedes Sofa und jede Lampe und vor allem jeder einzelne Gast sind ein bunter Edelstein.» Seit den Achtzigerjahren kennt man das Lokal in als Jazzclub öffnete es damals als «Miller’s Studio» damals als eines der ersten in einem umgenutzten Industrieareale seine Tore – der Mühle Tiefenbrunnen, als Nachbar des Restaurants Blaue Ente, das damals schnell zum Mekka von Werbern und Kreativen wurde. Das Millers profilierte sich im Laufe der Jahre als vielseitige Kulturstätte mit Politkabarett und Satire und Improvisationstheater. Ein Ort für klassisches Kabarett soll es weiterhin bleiben. Aber zusätzlich ist seit September ganz viel Neues da: Adrian Schulthess, Stella Felix, Andrea Fischer Schulthess, Isabel-Sophie Loheit, Matias Ameriso und Rico Gurtner haben gemeinsam mit Designerin Cornelia Koch ein neues Ambiente geschaffen und mischen teils auch selber im Programm mit. Andrea Fischer, ehemalige Biologie-Lehrerin, Journalistin, Buchautorin und zusammen mit ihrem hier ebenfalls mitmischenden Ehemann Adrian Protagonistin des Minitheaters Hannibal, ist die künstlerische Leiterin – und steht zuweilen auf der Bühne – als Conférencière oder in anderen Rollen.

«Wir haben das Theater so umgebaut, wie wir uns einen Ort vorstellen, an den wir selber gerne hingehen würden», sagt sie. «Man soll sich bei uns zu Hause fühlen, wie in einer Stube.» So präsentiert sich das Entrée mit Wohnzimmergemütlichkeit. Im Saal stehen neu Tischli und eine Saalbar, es gibt Popcorn. «Wir wollen gute Gastgeber sein. Gute Drinks, die Begrüssung der Leute – für all dies braucht es doch Leute, um die Leute vom Sofa und Fernseher weg in ein Theater zu locken. Und wir freuen uns auch, wenn sie sich dafür schön anziehen.» So fantasievoll und extravagant wie das Interieur ist auch das Programm: Es reicht von «Geisterhaus» (1. bis 3.11.) – passend zu Halloween – für junge Besucher bis zu «Late Night Drag» (31.10.) mit drei Drag-Super-Queens und einer transsilvanischen Comedy-Queen. Illuster wird es in der Cabaret-Show «Salon Morpheus» (siehe auch Seite 17), Traktanden nach Noten präsentiert Christian Jott Jenny., als weitere grosse Namen stehen unter anderemMike Müller, Patti Basler und Nikolaus Habjan auf dem Spielplan. Ende November wird zum «Giant Poetry Slam» geladen. Und im obskuren Untergangs-Spektakel «Lucullarium» (10. Bis 18.12.) wird gefeiert und gegessen, als gäbe es kein Morgen. Wir aber sind überzeugt: Im Millers ist noch lange nicht aller Tage Abend! Mehr auf millers.ch und auf ticketcorner.ch            ν

Christoph Soltmannowski

http://www.solt.ch

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