Mabel ist das Vorbild einer ganzen Generation

Mabel ist das Vorbild einer ganzen Generation

Mabel ist nicht einfach nur hübsch. Sie spricht mit ihren Songs den Teenies aus dem Herzen.

Mabel hat es geschafft. Mit harter Arbeit ist die Sängerin aus dem Schatten ihrer berühmten Musikerfamilie herausgetreten. Nun ist die Britin erfolgreicher als ihre Mutter Neneh und Onkel Eagle-Eye Cherry zusammen. Der Grund: Sie ist das neue Teenie-idol am Pophimmel.

Neneh Cherry, wer? Das denken sich wohl viele Fans von Mabel. Die 23-Jährige hat ihre berühmte Mutter inzwischen überrundet. Grosse Hits wie «Woman» oder «Manchild» gelten für Teenies höchstens als Evergreens einer Sängerin aus längst vergangenen Zeiten. Mabels berühmter Onkel Eagle-Eye Cherry ergeht es nicht besser. Sein Überhit «Save Tonight» aus den 90ern läuft an den Teeniepartys höchstens noch im Oldiesprogramm. «Don’t Call Me Up» und «God Is a Dancer» heissen die Hits der Stunde. Treibende Dancepop-Nummern, die sich ins Gehirn brennen und den Fans aus der Seele sprechen. Mabel McVey ist auf dem Vormarsch und lässt sich von nichts ablenken. «Mir macht es nichts aus, hart zu arbeiten und nicht zu Schlaf zu kommen. Ich mache alles, was nötig ist», sagte sie kürzlich in einem Interview. Innerhalb von 24 Stunden tritt die Sängerin in einem Hotel in Ibiza auf, gibt in einer Radioshow in London ein Interview und spielt ein paar Stunden später ein Konzert in Frankreich.

Schon im Alter von fünf Jahren wusste Mabel, dass sie einmal Sängerin werden möchte. «Ich träumte davon, vor Tausenden von Leuten aufzutreten und meine Songs am Radio zu hören. Ohne diese Gedanken wäre ich wohl heute nicht dort, wo ich jetzt bin.» Aber wie kommt eine Fünfjährige auf solche Gedanken? Jedenfalls nicht nur wegen Mutter Neneh Cherry und Onkel Eagle-Eye Cherry. Ihr Vater ist der bekannte Produzent Cameron McVey, ihr Götti der R.E.M.-Sänger Michael Stipe. Ihr älterer Halbbruder ist Marlon Roudette. Dieser landete mit «When the Beat Drops Out» oder «Anti Hero» ebenfalls internationale Hits. Ihre Musikerfamilie inspirierte Mabel. Ist die Sängerin wegen den Eltern so erfolgreich geworden? «Wenn ich Musik machen würde und sie nicht gut gewesen wäre, hätte es keine Rolle gespielt, wer meine Mutter und mein Vater sind», stellt die in Schweden aufgewachsene Britin klar. «Ich denke, gerade wegen meiner musikalischen Herkunft fiel es den Leuten am Anfang tatsächlich schwerer, mich ernst zu nehmen.»
Trotzdem: Mabel überzeugte bereits mit ihrer ersten Single «Know Me Better» – und heimste einen Plattenvertrag bei einem Majorlabel ein. Mit einem zurückhaltenden Popsong, der mit ihren heutigen Dancepop- und R’n’B-Nummern so gar nichts gemeinsam hat. Und statt im Schaumbad wie im Video von «Don’t Call Me Up» präsentierte sich die Tochter von Neneh Cherry als typischer Teenager im Blümchenkleid. Vor vier Jahren war sie noch nicht bereit, durchzustarten, gibt Mabel heute zu. «Durch meinen frühen Erfolg war ich unter Druck, weitere Musik herauszubringen. Aber ich hatte meinen Sound noch nicht gefunden. Ich fühlte mich so nackt, es war schrecklich.»

Wichtigste Newcomerin von heute

Inzwischen gilt Mabel als wichtigste Newcomerin. Kritiker loben sie für ihren Sound und überhäufen sie mit Auszeichnungen. Jungs schwärmen von ihr, wenn sie im Badezimmer halb nackt mit ihren Freundinnen tanzt. Die weiblichen Fans träumen davon, auch so hübsch zu sein wie die Sängerin.

So perfekt wie es scheint, ist die Welt von Mabel nicht. Früher litt sie unter Ängsten und Schlafstörungen. Auch die Arbeit am aktuellen Album «High Expectations» fiel der 23-Jährigen nicht immer leicht. Manchmal fühlte sich Mabel zu gestresst, um ins Studio zu gehen. Die Sängerin plagten Selbstzweifel. Aber sie gab nicht auf. «Es ist besser, ehrlich zu sein, wie ich mich fühle, als zu versuchen, etwas vorzutäuschen. Das Album ist für alle gedacht, die jemals das Gefühl hatten, nicht gut genug zu sein. Ich weiss, was das für ein Gefühl ist. Und es ist scheisse!» ■
MABEL LIVE

■ Di 25.2.20, Plaza Zürich

Benedikt Lachenmeier

http://www.textair.ch

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