Robin Williams: «Am liebsten würde ich als Einstein wiedergeboren»

Robin Williams: «Am liebsten würde ich als Einstein wiedergeboren»

Exklusiv-Interview mit dem US-Schauspieler Robin Williams«Am liebsten würde ich als Einstein wiedergeboren»VON CHRISTOPH SOLTMANNOWSKI (29.11.1998)

Mal aufgedreht, mal kauzig und immer sehr humorvoll: Robin Williams (46) sorgte im Kino schon für viele Lacher. Ernster wird’s im Jenseits-Abenteuer «What Dreams May Come» (jetzt im Kino). SonntagsBlick traf den US-Schauspieler zum Exklusiv-Interview.

Im neuen Film landen Sie nach Ihrem Tod in einer malerischen Traumwelt. Haben Sie sich schon Gedanken über das Jenseits gemacht?

Robin Williams: Wenn man älter wird, kommen diese Gedanken mehr und mehr. Ob es ein Jenseits gibt, weiss ich nicht, aber ein Freund von mir hat kurz vor seinem Tod angeregt mit einer nicht anwesenden Person gesprochen und ist dann ganz ruhig gestorben. Ich konzentriere mich aber mehr auf das diesseitige Leben, und ob ich alles richtig gemacht habe.

Glauben Sie an Wiedergeburt?

Williams: Alle, die sich angeblich an frühere Leben erinnern können, berichten ganz Erstaunliches, etwa: «Ich war der Frauenarzt von Nofretete». Niemand sagt zum Beispiel: «Ich war ein Typ namens Phil, arbeitslos und bin früh gestorben.» Deshalb bin ich skeptisch.

Gäbe es etwas, dass Sie in Ihrem nächsten Leben anders machen würden?

Williams: Ich würde mich mehr mit Musik beschäftigen. Ich finde es schade, dass ich kein Instrument spielen kann. Als ich mich mal am Saxophon versuchte, hiess es: «Das hört sich ja an, als ob du stirbst!» Am liebsten würde ich als Einstein wiedergeboren. Denn wie er liebe ich Physik und die Musik.

Stimmt es also, dass Sie ein Technik-Fan sind?

Williams: Ja, ich spiele stundenlang am Computer. Am neuen Film haben mich die digital erschaffenen Welten fasziniert. Und ich bin mir sicher, dass wir Schauspieler demnächst live mit virtuellen Schauspielern agieren werden.

Welche Rolle haben Sie am liebsten gespielt?

Williams: Die Stimme des Flaschengeistes Genie in «Aladdin». Da hatte ich totale Freiheit. Am liebsten spiele ich Figuren, die gar nichts mit mir selbst zu tun haben. Da ist die Freiheit am grössten.

Wie war das denn in «What Dreams May Come»?

Williams: Schwierig! Dieser Chris Nielsen ist mir sehr ähnlich. Auch ich hänge sehr an meiner Familie.

Was sagt Ihr Sohn Cody zu Ihren Filmen?

Williams: «Flubber» hat ihm sehr gefallen. Auf dem Spielplatz prahlt er vor den anderen Kindern mit mir, das ist sehr peinlich.

Die erste Szene des neuen Films spielt auf einem Schweizer Bergsee, wurde aber in Montana gedreht. Warum?

Williams: Aus finanziellen Gründen. Leider war ich noch nie in der Schweiz. Aber als begeisterter Snowboarder würde ich da gerne mal Ferien machen. Oder am Schweizer «Ironman»-Triathlon teilnehmen.

Christoph Soltmannowski

http://www.solt.ch

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